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"Maßstäbe - Grafische Arbeiten" - Ausstellung zur Woche der Brüderlichkeit im Augsburger Zeughaus

von Hochschule Augsburg aus Augsburg | am 04.03.2010 | 173 mal gelesen |  1 Kommentare |   0 Bildkommentare | 1 Bild
Rudolf W. Sirsch und Prof. Jens Müller beim Begutachten 'verlorener Maßstäbe'
Rudolf W. Sirsch und Prof. Jens Müller beim Begutachten "verlorener Maßstäbe"

Welche Maßstäbe sind in unserer Überflussgesellschaft noch relevant? Wo werden persönlich als bindend empfundene Werte missachtet? Studierende und Lehrende der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg haben diese Fragen anlässlich der Woche der Brüderlichkeit künstlerisch untersucht. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind seit gestern täglich von 10.00-18.00 Uhr in der Toskanischen Säulenhalle des Augsburger Zeughauses zu betrachten. Am vergangenen Dienstag wurde die Ausstellung „Maßstäbe – Grafische Arbeiten“ vom stellvertretenden Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Thomas Elsen, und dem Generalsekretär des Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Rudolf W. Sirsch, feierlich eröffnet.

Die zunehmende Zahl von Gewalttaten, wirtschaftsethische Verfehlungen oder maßloses Komasaufen bei Jugendlichen seien nur drei Beispiele dafür, wie dringlich es für eine Gesellschaft sei, sich immer wieder ihrer Werte zu vergewissern, stellte Sirsch in seiner Begrüßung mit Blick auf das Thema der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit "Verlorene Maßstäbe" heraus. DIe Werte über die Sprache der Kunst neu zu justieren, dazu könne die Ausstellung einen Beitrag leisten. „Nicht nur über das Wort werden wir zum Handeln inspiriert, sondern oftmals fordern uns auch die Kultur und Kunst zum Handeln auf", betonte Sirsch. Die Ausstellung zeige wie dies künstlerisch-kommunikativ und mit einer enormen Spontaneität sowie Vielfalt möglich sei.

Gerade in dieser Verschiedenartigkeit der Exponate und der Vielfalt der Darstellungsformen sieht der Dekan der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Jens Müller die Stärke der Ausstellung. Vom Siebdruck bis zu Formen multimedialer Darstellung reicht die Palette der Werke. „Die ausgestellten Arbeiten tasten sich experimentell und subjektiv an das Thema heran. Sie geben keine fertigen Antworten, vielmehr verstehen sie sich als ein anregendes Gesprächsangebot“, betonte Prof. Müller.

Das Herantasten an die Vielfalt des künstlerischen Umgangs mit Werten und Maßstäben können interessierte Besucher bis 14. März täglich von 10-18.00 Uhr in der toskanischen Säulenhalle des Zeughauses bewundern. Eine Spezialführung am Freitag, den 12. März um 16 Uhr mit der Münchener Kunsthistorikerin Frau Dr. Opel erläutert Motive und Hintergründe der Werke. Auch hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

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Reiner Moysich
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Reiner Moysich aus Karlsruhe am 09.03.2010 um 04:07 Uhr

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